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The Invisible City – Migration und Architektur

Das Projekt widmet sich dem Thema „Stadt und Migration“, indem es ethnische Gruppen als „strategische Forschungsobjekte“ verwendet und deren Raumstrategien erkundet. Damit sollen neue Erkenntnisse im Bereich der Grundlagenforschung zu Migration und Stadt und innovative Methoden der Stadtforschung im Spannungsfeld globaler Prozesse und lokaler Effekte gewonnen werden. Die Improvisationen von Migranten schaffen Öffnungen für neue urbane Situationen und kreative Verbindungslinien zwischen dem Globalen und dem Lokalen und öffnen damit eine neue Perspektive auf die lokalen Effekte weltumspannender Prozesse. Die Originalität des Projekts liegt in einer Strategie der Entgrenzung von „Stadt“. Es geht davon aus, dass die entstehenden Phänomene an einem konkreten Ort sichtbar gemacht werden können und dass dabei authentische ethnische „Fragmente“ entstehen – selbstreferenzielle Lebenswelten – die nicht einfach über den Integrationsimperativ oder zentral autorisierte Kategorien und den damit verbundenen normativen Raum zu erklären sind. So entstehen Territorium als Resultat migratorischer Praxen selbstautorisierte Strukturen, die sich nicht mit dem „Integrationsimperativ“ erschließen.
Das Projekt besteht aus zwei Teilen. Die erste Analyse beschäftigt sich mit den Senegalesen in Bozen, dh. mit dem Phänomen der Migration in einem urbanen Kontext. Die zentrale Hypothese ist, dass die Senegalesen dort ein „afrikanisches Dorf“ errichten und bewohnen. Damit wird Bozen zum Teil eines trans-urbanen Zusammenhangs, der bis in den Senegal reicht. Die zweite Analyse geht auf die Existenz von „vertikalen Städten“ in Italien ein. Es handelt sich dabei erneut um eine autonome Struktur, eine „Architektur“, die ihre ursprüngliche Funktion verloren hat und von Migranten eigenmächtig genutzt wird. Auch hier handelt es sich um autoreferentielle Systeme, die unabhängig vom Kontext des Bestandes bestehen können. Jede dieser Strukturen enthält das Potential, das Verhältnis von Stadt und Migration im transurbanen Kontext zu visualisieren.
Das Projekt wurde gefördert vom TWF und der Nachwuchsförderung der LFUI.

Imaging the City – Mediascapes & Diaspora / Peter Volgger

The article starts with the exploration of Venice from Baudrillard’s influential notion of the orders of ‚simulacra’ (1). Following his line of thought it develops the theoretical approach of the ‘archipelago’ in the context of globalization, both the movement of tourists and migrants. In Venice, the ‚Archipelago of the Other’ is manifested in the ‚city […]

From Other Places / Peter Volgger

The paper deals with the issue of migration and city on the basis of African migrants, in particular it defines the case of a religious brotherhood coming from Senegal in the city of Bolzano/Italy. The study focuses on describing tho- se arising dynamics of informal spaces and their significance for new modes of cohabitation and […]

‘Ethnoscapes & Hyperculture’ – Analisi del ‘Hotel House’ (italiano) / Peter Volgger, Katharina Paulweber & Adriano Cancellieri

Italy has been wracked by tension over the past few months as the outskirts of its biggest cities – Rome, Milan, Turin, Naples – have witnessed boisterious and burgeoning street protests against immigration. Rising unemployment, a continuing economic crisis, growing anti-immigrant sentiment, and a new po- litical alliance between the Northern League and Casa Pound […]